Auslandssemester im Studiengang "Tourism, Leisure and Recreation Management" an der University of Mauritius. Ein halbes Jahr im Paradies - 4 Monate Urlaub studieren + 2 Monate Urlaub machen!

Freitag, Dezember 08, 2006

BACK TO LIFE

Freizeit, Freizeit - war die einzige die fehlt.
Freizeit, Freizeit - ist das einzige was zählt!

ENDLICH ist die Prüfungszeit vorbei!!!
Nun habe ich wieder das Gefühl zu leben.
Die letzten Wochen waren echt kein Spaß. Rund um die Uhr habe ich mir versucht, Wissen in den Kopp zu kloppen. Wegen der Menge des Lernstoffs habe ich mein Schlafpensum um mehrere Stunden pro Nacht reduziert. Wenn ich die Wohnung verlassen habe, dann um Essen zu kaufen oder an der Uni eine Klausur zu schreiben. Nach der ersten Woche habe ich mir mal nen kühlen Kopf in der Lagune geholt. Musste sein. Die Hitze war sonst kaum zum Aushalten: sogar nachts waren es meist konstant über 30°C.
Ich hab mir noch nicht mal das ChampionsLeague-Spiel Barcelona gegen Bremen gegönnt (mein Mitbewohner ist übrigens auch Werder-Fan)! Wäre ich Professor der Freizeitwissenschaft, wäre ich mal für ne Nacht nach Barcelona geflogen um mir den Gaudi (!) anzusehen - nicht wahr, Herr Auslandsbeauftragter? Aber als Student der Freizeitwissenschaft muss man hier unter der Sonne von Mauritius brüten. Das Leben ist ein Hund!
Meinen Bart hab ich zwischendurch mal rasiert, damit ich bei der Identitätskontrolle für die Abschlussprüfungen noch meinem Passfoto auf dem Studi-Ausweis ähnlich sehe. Ich habe mich hauptsächlich von Möhren (sollen angeblich die Konzentrationsfähigkeit fördern - ne, Mama?) ernährt und mich mit Cola wach gehalten. Meine Füße standen die meiste Zeit in ner Schüssel mit kaltem Wasser - hat echt geholfen!
:-)

Einen Lichtblick in dem ganzen Dunkel möchte ich jedoch nicht unerwähnt lassen. Er war grün. Es geschah in unserer WG-Küche. Da lernt man und lernt und dann das!

Wenn ich deinen Hals berühre
Deinen Mund zu meinem führe
Ach, wie sehn' ich mich nach dir
Eisgekühlte Flasche Bier.
Da hatte Peter die alte Spürnase doch tatsächlich ein Becks aufgetan hier auf dieser Insel. Unglaublich! Wo kam das wohl her? Aus dem Spar-Supermarkt in Flic en Flac. Ganz ganz großes Tennis!
Aber hatte dieses einsame Fläschlein wirklich den weiten Weg von Bremen in unseren Kühlschrank gefunden? Nein. Eine neue mauritische Brauerei mit dem kosmopolitischen Titel Universal Breweries braut neuerdings mit der offiziellen Lizenz von Becks. Wer hätte das gedacht!? Ich war von sämtlichen Socken. Frohlockend und mit dem Vorgeschmack auf der Zunge konnte ich dann die letzte Klausur erstaunlich gut hinter mich bringen.

Die Klausuren waren jeweils 120min. An der Tür zum Prüfungsraum hängt eine Liste, wo jeder Matrikelnummer ein Platz zugewiesen ist. Also früh kommen bringt nix, da Sitzpläte also schon reserviert sind. Meistens wurden mehrere verschiedene Klausuren in einem Raum geschrieben. Man darf nichts mit in den Raum nehmen außer Stift, Wertsachen und Getränk. Dann kommt ein Aufseher rum und kontrolliert die Studierenden-Ausweise, ob jeder Prüfling da ist wo er hin soll. Dann gehts los. Schreiben bis zur Sehnenscheidenentzündung... bzw. so schnell es geht eben. Ich hatte beim Prüfungsamt einen schriftlichen Antrag gestellt, um ein Wörterbuch benutzen zu dürfen. Dozenten überall auf der Welt haben bekanntlich die Angewohnheit, Fragen so kompliziert wie möglich zu formulieren. Und ich wollte wenigstens die Aufgabenstellung richtig verstanden haben. Ich hab also jedes Mal meinen fetten Dictionary (> 1.100 Seiten!) mitgeschleppt, ihn aber im Endeffekt nie benutzt weil gar keine Zeit zum Nachschlagen war.
Die 5 Prüfungen waren recht anstrengend, da die Zeit sehr knapp bemessen war. Sie liefen schlecht bis gut. Die Ergebnisse gibts im Januar. Also abwarten!
Ich muss den Großteil bestehen, damit mir das Auslandssemester als erfolgreich anerkannt wird. Sonst darf ich mir den ganzen Spaß nochmal gönnen...! (Nächstes Mal würde ich an die University of the South Pacific in Fidschi gehen.)

Nach der letzten Klausur gabs noch ein Abschiedsfoto mit meinen Vollzeit-Kommitlitonen:
Danach war die Devise wie auf dem T-Shirt nachzulesen...
PS: Wie nicht anders zu erwarten hat mein erstes mauritisches Becks hervorragend geschmeckt.
Hopfen und Malz - Gott erhalt's!

1 Comments:

Blogger nadja said...

Dann ist Weihnachten ja gerettet - bei einem kühlen Becks wirds ja fast "heimatlich" ;-)

Liebe Grüße aus der Heilbronner Weihnachtsbäckerei...

Umzug gut hinter dich gebracht?
Viel Spaß in deiner neuen Wohnung!!

23 Dezember, 2006 12:34

 

Kommentar veröffentlichen

<< Home