Auslandssemester im Studiengang "Tourism, Leisure and Recreation Management" an der University of Mauritius. Ein halbes Jahr im Paradies - 4 Monate Urlaub studieren + 2 Monate Urlaub machen!

Sonntag, November 26, 2006

Abwesenheitsnotiz

Seit heute ist mein Semester vorbei.

Nun stehen 2 Wochen Prüfungszeit an mit den 5 Abschlussklausuren.
Stoff aus 300 Stunden Lehrveranstaltung zum Lernen...
'What a brainfuck!'
Ich bin rund um die Uhr am Studieren und verlasse meine Wohnung nur noch zur Nahrungssuche.
Schaffe es nicht mal mehr mich zu rasieren und sehe aus wie der letzte Pirat von Mauritius.
Für Blog-Einträge bleibt keine Zeit mehr... Sorry!

Anschließend gehts ne Woche in Urlaub nach Rodrigues.

OK - bis dann!

Sonntag, November 19, 2006

Schnorchelkurs für Mauritier

Freitag letzte Woche haben meine Eltern und ich mal Symteesha und Shervin (jeweils mit ihren Eltern) und Joel zum Abendessen eingeladen. Es gab zünftige deutsche Küche und es hat ihnen echt geschmeckt.

Letzen Sonntag haben dann auch meine Eltern wieder den Abflug gemacht. Hm. Es war schon ein komisches Gefühl, ihnen im November Frohe Weihnachten und nen Guten Rutsch zu wünschen weil man sich erst Fastnacht wiedersieht.

Dieses Wochenende kamen Joel, Wedy, Ritesh, Ben und Sandesh aus meinem Semester mich besuchen und wir haben den Strand von Flic en Flac genossen.
Ich habe das Schnorchelequipment von meinen Eltern und mir mitgebracht und ihnen mal gezeigt, wie das geht. Sie waren echt von den Socken wie schön Schnorcheln ist! Sie fanden's übrigens auch lustig, dass jemand aus Europa kommen muss um ihnen zu zeigen wie faszinierend die Korallengärten in der Lagune vor ihrer Haustür sind. Einem von ihnen musste ich auch erstmal schwimmen beibringen. Der hat auch gestaunt, wie einfach das ist. Zwischen den Kasuarinen haben wir dann noch ne Runde gekickt und gemütlich gepicknickt.
Eigentlich wollten wir am Strand übernachten. Aber als es ungewöhnlicherweise dann gegen 1h anfing zu schütten sind wir zu mir reingegangen.
Letztens beim Schnorcheln bin ich auf nen Feuerfisch gestoßen.

Es ist auch gerade Hochsaison für Zwischenprüfungen. Ich muss(te) Studienarbeiten in 3 Fächern abgeben und darüber jeweils noch ein Referat halten. Das hält ganz schön auf Trapp. Es sind alles Gruppenarbeiten, was einiges an Koordinationsaufwand mit sich bringt (meine Kommilitonen aus dem Teilzeitstudienprogramm haben kein allzu großes Freizeitbudget).
In dem Zwischentest für Coastal Recreation Management bin ich knapp durchgefallen. Es hat aber noch gereicht um zur Abschlussklausur zugelassen zu werden. Glück gehabt - besser machen...!

Sonntag, November 12, 2006

Straßenverkehr mal anders

Nun nochmal ein paar Sätze zum Straßenverkehr auf Mauritius...

+---+---+---+---+---+---+---+---+---+---+---+---+---+---+
Rules Of The Road - Indian Style
68% der Mauritier sind indischer Abstammung!!! der Rest musste sich den folgenden Regeln anpassen...
==> das Folgende trifft also hier zu


Traveling on Indian Roads is an almost hallucinatory potion of sound, spectacle and experience. It is frequently heart-rending, sometimes hilarious, mostly exhilarating, always unforgettable -- and, when you are on the roads, extremely dangerous. Most Indian road users observe a version of the Highway Code based on a Sanskrit text. These 12 rules of the Indian road are published for the first time in English:

ARTICLE I:
The assumption of immortality is required of all road users.

ARTICLE II:
Indian traffic, like Indian society, is structured on a strict caste system. The following precedence must be accorded at all times. In descending order, give way to:Cows, elephants, heavy trucks, buses, official cars, camels, light trucks, buffalo, jeeps, ox-carts, private cars, motorcycles, scooters, auto-rickshaws, pigs, pedal rickshaws, goats, bicycles (goods-carrying), handcarts, bicycles (passenger-carrying), dogs, pedestrians.

ARTICLE III:
All wheeled vehicles shall be driven in accordance with the maxim: to slow is to falter, to brake is to fail, to stop is defeat. This is the Indian drivers' mantra.

ARTICLE IV:
Use of horn (also known as the sonic fender or aural amulet):


Cars:
  • Short blasts (urgent) indicate supremacy, i.e., in clearing dogs, rickshaws and pedestrians from path.
  • Long blasts (desperate) denote supplication, i.e., to oncoming truck: "I am going too fast to stop, so unless you slow down we shall both die". In extreme cases this may be accompanied by flashing of headlights (frantic).
  • Single blast (casual) means: "I have seen someone out of India's 1.2 billion whom I recognise," "There is a bird in the road (which at this speed could go through my windscreen)," or "I have not blown my horn for several minutes."
Trucks and buses:
  • All horn signals have the same meaning, viz: "I have an all-up weight of approximately 12.5 tons and have no intention of stopping, even if I could." This signal may be emphasised by the use of headlamps.
ARTICLE V
remains subject to the provision of Order of Precedence in Article II, above.


ARTICLE VI:
All manoeuvres, use of horn and evasive action shall be left until the last possible moment.


ARTICLE VII:
In the absence of seat belts (which there is), car occupants shall wear garlands of marigolds. These should be kept fastened at all times.


ARTICLE VIII:
1. Rights of way: Traffic entering a road from the left has priority. So has traffic from the right, and also traffic in the middle.
2. Lane discipline (VII,1): All Indian traffic at all times and irrespective of direction of travel shall occupy the centre of the road.

ARTICLE IX:
Roundabouts: India has no roundabouts. Apparent traffic islands in the middle of crossroads have no traffic management function. Any other impression should be ignored.


ARTICLE X:
Overtaking is mandatory. Every moving vehicle is required to overtake every other moving vehicle, irrespective of whether it has just overtaken you. Overtaking should only be undertaken in suitable conditions, such as in the face of oncoming traffic, on blind bends, at junctions and in the middle of villages/city centres. No more than two inches should be allowed between your vehicle and the one you are passing -- and one inch in the case of bicycles or pedestrians.


ARTICLE XI:
Nirvana may be obtained through the head-on crash.


ARTICLE XII:
Reversing: no longer applicable since no vehicle in India has reverse gear.

+---+---+---+---+---+---+---+---+---+---+---+---+---+---+


Nun zu meinen besonderen Erfahrungen mit dem Busfahren auf Mauritius:

Busverkehr gibt es reichlich auf Mauritius. Es gibt etwa 250 verschiendene Linien hier. Unglaublich, aber wahr. Die jeweilige Nummer ist aber nur in den seltensten Fällen am Bus angebracht. Meistens steht allerdings ein Zielort vorne dran am Bus. Die Schrift ist recht klein und schlecht beleuchtet, sodass man sie nur auf kurze Distanz und bei Dunkelheit äußerst schwierig erkennt.
Wenn man an der Bushaltestelle wartet, der Bus kommt und es will niemand aussteigen, wird man meistens angehupt. Wenn man dann nicht eine gewisse zuckende Bewegung mit der Hand macht, fährt der Bus vorbei. An der Haltestelle ist meist auch Chaos mit den einfahrenden Bussen, da sie nicht geordnet halten können, sondern in zwei Reihen und zu mehreren hintereinander. Man muss also wirklich aufpassen, dass man seinen Bus bekommt.
Jedes Busfahrzeug hat einen Namen, etwa "Road Warrior" oder "Street Fighter" und die Fahrer sind idR bestrebt, diesen Titeln alle Ehre zu machen. Der Busname ist an der Seite in riesiger Schrift angebracht. Ein Bus heißt auch "Tampon de La Réunion" nach dem gleichnamigen Ort auf der Nachbarinsel. (Das Wort "Tampon" hat in Deutsch, Englisch und Französisch die gleiche Bedeutung. Mauritierinnen kennen diese aber IN DER REGEL nicht!)
Es gibt hier verschiedene Verkehrsgesellschaften, die den ÖPNV organisieren. Jede von ihnen hat ihr eigenes Busdesign. Deswegen lassen sich Linien IN ERSTER LINIE anhand der Farbe des Fahrzeugs unterscheiden. Toll, ne?! Und die sind oft kitschig bunt...

Das ist eine typische Bushaltestelle:
Genau. Es gibt keine Haltestellen-Bezeichnung, keine Auskunft über die dort passierenden Linien, keine Tabelle der Abfahrtszeiten, keinen Linienplan.
Wenn man also irgendeine dieser Infos haben möchte, muss man fragen. Dies setzt voraus, dass a) da grad noch jemand anderes ist und b) der sich auch auskennt. Von der Existenz eines Fahrplans wissen die Mauritier in der Regel nichts. Ich habe ihn gefunden: im Internet auf der Seite der National Transport Authority! Schaut euch mal so nen Busfahrplan an - ist echt sehenswert!
Wielange man mit dem Bus braucht, kann man nie sagen. Für die 21km von meiner Wohnung zur Uni (1x umsteigen) habe ich mit Bus zwischen 35 und 100 Minuten gebraucht. Zu Hauptverkehrszeiten sind die Busse oft überfüllt und lassen einen einfach mal an der Haltestelle stehen. Pünktlichkeit ist auf dieser Insel also täglich eine neue Herausforderung.

Zwischen 6 und 18 Uhr fahren die Busse echt regelmäßig überall. Aber danach sieht es auf vielen Strecken mau aus! Von der Uni kommt man anschließend nicht mehr mit dem Bus hierher nach Flic en Flac. Auf anderen Linien gehts angeblich noch bis 23 Uhr.
Die Busse haben nur eine offizielle Tür. Und erst wenn der Bus wirklich hält, stehen hier und da die Leute auf und steigen aus. Dann können die nächsten einsteigen. Hat man dann mal den richtigen Bus erwischt, muss man sich mit der Abstinenz jeglichen Fahrkomforts arrangieren. Auf der einen Seite des Ganges sind normal 3 Sitzplätze auf der Bank. Und die sind für kleine Mauritier gedacht. Man muss sich schon ziemlich quetschen, denn auch die Beinfreiheit ist äußerst knapp bedacht. Aus manchen Sitzbank-Gestellen fallen die Polster raus, weil wahrscheinlich irgendwelche Fahrgäste die Schrauben rausgedreht haben (kann man ja immer mal gebrauchen). Im Bus ist es meist recht warm, weswegen immer alle Fenster auf sind damit es ordentlich durchzieht.
Wenn man in nen Bus einsteigt (und das ist ein sehr schmaler Aufstieg von 1,5m) sucht man sich gleich einen Platz. (Eine ehemalige deutsche Gaststudentin der University of Mauritius war letztens wieder im Urlaub hier und hat sich zu Anfang gleich mal beide Beine gebrochen als sie aus dem Bus aussteigen wollte und da runter gefallen ist.) Es gibt hinten auch noch einen Notausgang, der in dringenden Fällen auch gerne benutzt wird.
Das Motorengeräusch des Busses ist idR sehr laut. Unterhaltungen sind manchmal nur schreiend möglich und Musik hören geht allenfalls bei voller Lautstärke. Er wackelt wie sonst was, sodass schreiben unmöglich ist. So hab ich viele Busfahrten mit Vokabel-Lernen verbracht...

Der Busfahrer konzentriert sich ausschließlich auf den Straßenverkehr, womit er auch genug zu tun hat. Dann ist da noch ein Fahrkartenverkäufer, der die Sitzreihen abläuft und den Leuten Tickets verkauft. Die Kosten maximal 21 mauritische Rupien (~ 0,50€). Busfahren ist also sehr billig. Schüler und Studierende bekommen einen Bus-Pass, mit dem sie auf dem Heimweg immer kostenlos fahren können und sonst ermäßigt. Gaststudenten und Teilzeitstudenten bekommen diesen nicht. Ich versuche immer mit meinem Studierenden-Ausweis durchzukommen. Das Personal ist schlecht geschult, sodass es zu etwa 70% funktioniert. (Einmal wurden mir allerdings die AGBs gezeigt, wo es schriftlich festgehalten war, dass man den original Bus-Pass braucht, weil der Fahrkartenverkäufer kein Englisch konnte.)
Manchmal steigt dann noch eine 3. Arbeitskraft in den Bus ein: der Kontrolleur. (Selbst die haben keine Ahnung.) Der ist übrigens völlig überflüssig, da Schwarzfahren eigentlich unmöglich ist. Jeder Fahrgast wird ja von dem Ticketverkäufer versorgt.
Um dem Busfahrer zu signalisieren, dass man an der nächsten Haltestelle aussteigen will, muss man den Klingelknopf betätigen (wie in D). Bei alten Bussen (und von denen gibts noch viele) ist allerdings nur eine Schnur entlang der Sitzreihen gespannt an der man ziehen muss. Das löst dann in der Fahrerkabine vorne einen Signalton aus.

Im Bus erlebt man auch öfter komische Geschichten. Ist also meist sehr unterhaltsam. Beispielsweise wenn sich Fahrgäste beim Ticketverkäufer beschweren, dass er doch höflicher sein sollte und sie wie wild mit mauritischen Schimpfwörtern um sich schmeißen (die ich mittlerweile größtenteils verstehe).
Einmal wurde ich vorzeitig aus dem Bus geschmissen, weil ich der letzte Fahrgast war und der Busfahrer zu faul war um bis zur Endhaltestelle durchzufahren. Ein anderes Mal hat ein Fahrer sein Radio auf Diskolautstärke gedreht, weil ich auch der letzte Fahrgast war.
Wenn jetzt der Fahrer einen privaten Anruf auf sein Handy bekommt während er im Dienst ist, wird halt beim Fahren telefoniert oder brav einfach mal angehalten bis alles geklärt ist (siehe Foto).

Nun zu den Besonderheiten auf der mauritischen Autobahn:
  • Es gibt nur eine Autobahn einmal längs über die Insel
  • Höchstgeschwindigkeit 90km/h
  • Kreisel mit entsprechender Geschwindigkeitsbeschränkung
  • Bushaltestellen
  • Fußgängerüberwege mit Ampeln
  • Verkaufsstände am Straßenrand
  • Radfahrer - Vorsicht bei betrunkenen, die einem nachts ohne Licht entgegen kommen!!!
  • Jogger
  • keine Baustellen
  • wenig Staus

Sonntag, November 05, 2006

Outdoor & Sport

Montag hat endlich mein Outdoor Recreation Education Kurs angefangen. Unsere Gastdozentin aus Groß-Britannien Prof. Dr. Barbara Humberstone kommt regelmäßig zum Windsurfen nach Mauritius und hält nebenbei dann mal ne Lehrveranstaltung an der Uni ab. Das geht dann leider nur in Blockform. So hatte ich also für anderthalb Wochen jeden Tag von 9 bis 16 Uhr dasselbe Fach. Jeden Dienstag & Mittwoch hat sich dann noch die Nachmittagsveranstaltung mit den Teilzeit-Studenten von 16 bis 19 Uhr angereiht...
War schon ne nervige Zeit, vor allem wenn man 9 Stunden in der Uni verbringt und mal ausnahmsweise Besuch aus der Heimat hat. Meine Eltern habe ich meist nur zum Abendessen gesehen. Nebenbei gab es auch noch recht viel für die Uni vor- und nachzubereiten, da gerade Hochsaison der Zwischenprüfungen ist. So habe ich in letzter Zeit nicht viel Tageslicht zu sehen bekommen, was sich leider bis Ende der Prüfungszeit auch nicht ändern wird. Da ist und bleibt man eben ein Weißer unter Braunen.
Mauritier vermeiden Sonnenlicht so weit wie möglich, da ihre Haut hell bleiben soll. Für ihr Schönheitsideal nehmen sie sich nämlich uns Weiße als Vorbild. Der Wahn der Weißen, endlich braun zu werden, kommt ihnen also reichlich komisch vor. Solche, die sich gleich mal nen üblen Sonnenbrand abholen, können sie wahrscheinlich nur schwer verstehen.
Wie das so zum Outdoor-Fach gehört, haben wir Donnerstag ne Exkursion gemacht (die einzige in meinem Semester hier). Vormittags haben wir eine Surfschule in Le Morne (Südwesten) besucht, die von einem Deutschen geleitet wird. Unsere Professorin ist da Stammkundin und hatte ihm von mir erzählt, sodass ich auch gleich mit "Servus!" begrüßt wurde... Das Surfrevier ist eins der schönsten der Welt (siehe Foto oben). Inhaltlich haben wir uns dort mit Risiko Management beschäftigt.
Nachmittags sind wir im Black River Gorges Nationalpark gewandert. Im Besucher-Infozentrum gibt es auch ein Vogelgehege mit einem Mauritius-Falken. Das war in den 70-er Jahren mit 4 Exemplaren der seltenste Vogel der Welt. Dank engagierter Aufzuchtprogramme konnte die Population dieser endemischen Art allerdings wieder gerettet werden. Bei unserem Trips nach Chamarel (vgl. vorige Post) haben wir den seltenen Mauritius-Sittich gesehen. Die schönen Weißschwanz-Tropikvögel sieht man öfter mal. Sonst hatte ich noch nicht wirklich Zeit zum 'Birdwatching'; kommt aber sicher noch...

Diese Woche stand Sports Exchange mit der Université de La Réunion auf dem Programm: in verschiedenen Sportarten sind Damen-/Herren-Teams gegeneinander angetreten. Es kam also eine große Sportdelegation mit Studenten von der Nachbarinsel. Zwei der Gaststudenten aus den USA haben in unserer Basketball-Mannschaft mitgespielt und ich in der Volleyball-Auswahl. Alle Teams wurden von der Uni mit Trikotsatz und Trainingsanzügen ausgestattet, die wir behalten dürfen.
Dienstag war unser Hinspiel, Freitag unser Rückspiel. Das spielerische Niveau hat gestimmt und die Stimmung war super: Trommelwirbel, Fahnenmeer und Schlachtgesänge von unseren Fans: Allé Maurice!
Ich habe mich mit Joel auf der Position des Libero abgewechselt. Das erste Spiel haben wir 3:0 verloren, allerdings recht knapp in den Sätzen, welche teilweise bis in die 30-er Punkte dauerten (normal ist bei 25 Schluss, aber man muss mit 2 Punkten Vorsprung gewinnen). Das zweite Spiel haben wir mit 3:1 gewonnen. Unser Fanblock war völlig aus dem Häuschen und lief von der Tribüne aufs Spielfeld und wir haben uns feiern lassen wie die Helden von Bern.
Es gab sogar ne Siegerehrung, bei der wir dann allerdings die Silbermedaille bekommen haben - aber das war egal.
Auch meine Eltern haben kräftig mit angefeuert.
Abends waren dann alle Sportler der Uni-Delegationen von Réunion und Mauritius zum Dinner in der Mensa eingeladen. Anschließend gings noch in ne Kneipe in Rose Hill und die Disko in Beau Bassin.

Sonntag (also quasi heute) ist schon Dianas Abreisetag. Sie wird jetzt in Würzburg weiter Medizin studieren. Morgens haben wir sie zum Flughafen gebracht.
Mit Olivia und meinen Eltern bin ich anschließend nach Souillac (Südküste) gefahren, wo wir Ruben (aus meinem Volleyball-Team) besucht haben. Da haben wir dann mal wieder die herzliche mauritische Gastfreundschaft erlebt: selbstverständlich wurden wir zum Mittagessen eingeladen und auch alle ihre Verwandten, die wir an dem Tag getroffen haben, beschenkten uns mit selbstgemachten Snacks oder Souvenirs.
Sein Bruder Jason (links) und er haben uns dann die schönsten Plätze in der Umgebung gezeigt.
Le Gris Gris (eigentlich weißer Strand)
Im Supermarkt gibts la vache qui rit (Käse) und dieser Fels heißt La Roche Qui Pleure. An ihm spritzen die Wellen 10m hoch und haben ihn über die Zeit etwas ausgefressen. Deswegen kommt das Wasser dann aus allen möglichen Löchern zurückgeflossen und es sieht aus, als ob der Fels weint.
Nachmittags waren wir noch im La Vanille Maskarenen-Reservat (Mauritius gehört zur Inselkette der Maskarenen). Da gibts Krokodile und Schildkröten in allen Größen sowie allerlei tropische Tiere & Pflanzen. Die eine Schildkröte hat so komische Geräusche von sich gegeben:
Auf die Aldabra-Riesenschildkröten darf man sich sogar drauf setzen!?
Im Insektarium gibts ne Sammlung von 23.000 Arten... wow!!!
Hier sieht man ein landestypisches Bachtal, in der die Natur noch unberührt scheint. Solche Wildniskorridore durchziehen hier die Zuckerrohrfelder.